Chirurgie

Chirurgie

Zahnentfernung

Die Entfernung eines Zahnes, auch Extraktion genannt, gehört zu den häufigsten chirurgischen Eingriffen. Nach lokaler Betäubung des nicht erhaltungsfähigen Zahnes wird dieser unter maximaler Schonung der Weichgewebe und Knochenanteile entfernt, um später die Lücke ideal mit ästhetischem Zahnersatz oder eventuell einem Implantat versorgen zu können.

Socket Preservation

Nach der Entfernung eines Zahnes wird der Kieferknochen an dieser Stelle durch den Körper umgebaut und es entsteht ein Knochendefekt. An Stellen, wo später ein Implantat geplant ist, sollten dann knochenaufbauende Maßnahmen durchgeführt werden: die Versorgung der Wunde nach Zahnentfernung mit einer knochenerhaltenden Substanz und/oder einer Membran. So kann der Schwund des Kieferknochens deutlich reduziert werden. Diese Technik ist keine Leistung der Krankenkasse. Sie erhalten vorab eine verbindliche Information über die entstehenden Kosten durch Ihren behandelnden Zahnarzt.

Weisheitszähne

Der Weisheitszahn ist der letzte von drei Backenzähnen im menschlichen Gebiss je Kieferseite. Bei den meisten Menschen reicht der Platz im Kiefer für diese Zähne nicht aus. Rund 80 % der jungen Erwachsenen in der europäischen Bevölkerung müssen sich mit der Frage der Entfernung des Weisheitszahnes auseinandersetzen.

In lokaler Betäubung werden zumeist die beiden Weisheitszähne jeweils einer Kieferseite entfernt. Dazu muss ein Schnitt im Weichgewebe gemacht werden und gegebenenfalls Kieferknochen entfernt werden. Die geschaffene Wunde wird dann wieder zugenäht. In der Regel zieht diese eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung für ca. drei Tage nach sich.

Bitte klicken Sie auf „Operative Entfernung von Weisheitszähnen“ wenn Sie weitere Informationen wünschen. Die Bundeszahnärztekammer und die Deutsche Gesellschaft für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde stellen hierzu eine Patienteninformation zur Verfügung.

Zahnunfall

Etwa 50% der Jugendlichen erleidet vor dem 16. Lebensjahr einen Zahnunfall, meistens sind dabei die Schneidezähne betroffen. Es kann sowohl das Weichgewebe als auch die Zahnsubstanz zu Schaden kommen. Durch neueste Therapiemöglichkeiten können ausgeschlagene und/oder abgebrochene Zähne gerettet werden! Wichtig ist ein schnelles Handeln: den ausgeschlagenen Zahn/Zahnstück sofort in eine Zahnrettungsbox legen (alternativ: kalte H-Milch, Kochsalzlösung oder Speichel), dabei nicht an der Wurzel anfassen, reinigen oder trocken lagern und schnellstmöglich den Zahnarzt aufsuchen. Die Zahnrettungsbox enthält ein spezielles Nährmedium, in der die empfindlichen Zellen der Zahnwurzelhaut bis zu 48 Stunden überleben können.